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Traumatheraphie

Das Gedächtnis ist der Schreiber der Seele.

Aristoteles

TRAUMATHERAPIE

Bedrohlich erlebte Situationen verursachen Stress in unserem Körper.

Extremer und dauerhafter Stress wirken sich nachteilig auf Körper und Seele aus. 

Im Falle eines Traumas handelt es sich um Extrembelastungen. 

 

 

Typische unmittelbare Folgen von traumatischem Stress können sein:

 

  • Angstzustände und erhöhte Schreckhaftigkeit. Albträume und Schlafstörungen Verstörung, Verwirrung, emotionale Instabilität, Hyperventilation, Zittern, Herzrasen, Blutdruckabfall, Schmerzen, Apathie, Übelkeit, Brechreiz

  • teilweise oder vollständige Empfindungslosigkeit, das Gefühl wie betäubt zu sein, Einsamkeit, Entfremdung von Nahestehenden, Ohnmacht, eingeschränkte Wahrnehmung des eigenen Körpers oder der Umwelt

  • Bilderflut, Verlust der Fähigkeit zur raumzeitlichen Einordnung des Geschehens, evtl. gefolgt von Nichts-mehr-Wissen, Sprachlosigkeit,

  • Konzentrations- und Leistungsverlust, 

 

 

Die in diesem Fall normale Belastungsreaktion kann bis zu drei Monate andauern.

 

 

Wenn die Stress-Symptome nach vier Monaten nicht abklingen oder sogar stetig intensiver werden, handelt es sich um eine Posttraumatischen Belastungsstörung, die sich wie folgt zeigen kann:

 

  • Wiedererleben (von Teilen) der belastenden Erinnerung in Form von Gedanken, Albträumen, Flashbacks, Pseudohalluzinationen.

  • Bei Kindern auch: häufiges Nachspielen der belastenden Szenen, ohne dass Erleichterung eintritt, viele Albträume mit stark ängstigenden Inhalten

  • Starke emotionale und körperliche Belastungssymptome bei allem, was an das Trauma erinnert

  • Anhaltende Vermeidung von Reizen, die an das Trauma erinnern

  • Unfähigkeit, wichtige Aspekte des Traumas zu erinnern 

  • Gefühl der Losgelöstheit von der Umgebung bzw. vom Körper bis hin zu dissoziativen Identitätsstörungen

  • Gefühl der Entfremdung von anderen, Unfähigkeit zärtliche Gefühle zu empfinden oder auszudrücken, Gefühl eine eingeschränkte Zukunft zu haben, vermindertes Interesse am sozialen Leben, Verlust von Spiritualität

  • Erhöhte Erregung: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, übermäßige Alarmiertheit, Schreckreaktionen, große Angst um sich und die eigene Gesundheit

 

Alle diese Reaktionen rund um das Trauma können als Verarbeitungsversuch verstanden werden. Es sind normale Reaktionen auf eine außergewöhnliche Situation.

 

Behandlung

 

Stabilisierung

Stärkung des Sicherheitsgefühls, Stärkung der Selbstwirksamkeit, Wiedererlangen der Kontrolle im Alltag, Reaktivierung und Aufbau von Ressourcen, Erlernen von Selbstregulationstechniken für den Umgang mit Erinnerungen

 

Erinnern in geschütztem Rahmen

Ausdrucksformen für das Erlebte finden, Distanzierung von Vergangenheit, Integration des Erlebten in die eigene Lebensgeschichte, Trauer um Verlorenes

 

Wiederanknüpfen

Versöhnung mit sich selbst, Bindungsfähigkeit stärken, Sinn finden

 

In der therapeutischen Arbeit wird mit sehr viel Feinfühligkeit und Achtsamkeit gehandelt und ein Raum in dem man sich geschützt und geborgen fühlen kann geschaffen.

Dabei ist es auch nicht immer nötig über Details des Erlebten zu sprechen.

Das Tempo in dieser Arbeit geben Sie als Betroffener vor um eventuelle Überforderungen bzw. Retraumatisierungen zu vermeiden.

Krems Traumatherapie Katharina Kunert-Peter
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